Christopher Nolan - Doodlebug

Auch in Deutschland ist der aktuelle Film “Batman - The Dark Knight” ein Kassenschlager. Schon nach drei Wochen wurde die magische Grenze von 2 Millionen Zuschauern überschritten.
Natürlich trägt der überraschende Tot von Heath Ledger auch seinen Teil dazu bei, gerade weil dieser in der Rolle des Jokers hoch gelobt wird (mit Recht). Nach dem Motto: Sein letzter Film, seine größte Leistung!
Ich selber habe mir den Film letzte Woche angesehen. Die Geschichte hat mich nicht gerade überzeugt (bin aber auch generell nicht so der Marvel-Freund), doch die Spezial-Effekte sind auf jedenfall sehenswert (was neben Heath Ledger und Hans Zimmer mein anderer Beweggrund war, mir diesen Film anzusehen).

Anmerkung: Wer “Batman Begins” gesehen hat, und NICHT sofort beim Beginn des Abspanns das Weite gesucht hat, wird in der Musik (Hans Zimmer und James Newton Howard) eventuell ein neues Thema bemerkt haben. Dieses Thema, was am Ende von Batman Begins einsetzt, ist das neue Hauptthema von “The Dark Knight”.

Wenn ich solche großen und teuren Produktionen sehe, recherchiere ich immer gerne über den Werdegang der Filmemacher (natürlich auch bei nicht so teuren Produktionen).

Christopher Nolan, welcher mit “Memento” (2000) sein Durchbruch erzielte und jetzt die Batman-Sequel durchführt, studierte ursprünglich Englische Literatur an der Universität von London. Dort setzte er mit seinen Mitstudenten zwei Kurzfilme um. Einer davon war “Doodlebug”.

Doodlebug entstand 19997, Memento im Jahre 2000. Wenn man diese miteinander vergleicht, fragt man sich: Wie ist so ein Fortschritt in nur drei Jahren möglich?

Doodlebug wurde in der privaten Wohnung des Schauspielers und Freund (Jeremy Theobald) gedreht. Ein Projekt mit so gut wie garkeinem Geld, wie Nolan sagt. Hinzu fügt er, dass er gerne Spezial-Effekte ausprobieren wollte, und erst darauf hin, das Drehbuch geschrieben wurde.

Der Film wurde auf 16mm in Farbe gedreht. Ja, in Farbe, denn er brauchte die Blue-Screen für den Spezial-Effekt. Hinterher wurde dies in Schwarz-Weiß gefärbt, “um es wie einen alten Kinofilm aussehen zu lassen”, so Nolan.

Beleuchter war Jonathan Nolan, sein Bruder. Dieser schrieb kurz darauf eine Kurzgeschichte: “Memento Mori”.

Und so fing alles an!

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